Endometriose und Infertilität – Ätiologie, Pathomechanismen und Paradigmenwechsel in der Kinderwunschtherapie


 

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Endometriose ist eine weit verbreitete, oft spät diagnostizierte und in seiner Auswirkung oft auch unterschätze Erkrankung. Die pathologischen Mechanismen sind noch unzureichend verstanden, trotz der Tatsache, dass die Forschung in diesem Bereich die letzten Jahre intensiviert wurde. Inwieweit sich bestimmte Endometriosemanifestationen und Stadien negativ auf die Fertilität auswirken können kann abschließend aufgrund der heterogenen Studienlage kaum mit der derzeit vorhandenen Literatur beantwortet werden. Dies ist unter anderem mit den unterschiedlichen Krankheitsformen und Auswirkungen zu erklären, die den reproduktiven Trakt auf unterschiedliche Weise beeinflussen oder schädigen können. Der deutlichste Hinweis auf einen kausalen Zusammenhang zwischen Endometriose und Infertilität zeigt die hohe Inzidenz an Endometriose bei Infertilitätspatienten. Werden reproduktionsmedizinische Techniken zur Unterstützung des Kinderwunsches angewandt, kann nach der derzeitigen Datenlage kann davon ausgegangen werden, dass ähnliche Erfolgsraten bei IVF Patientinnen mit und ohne Endometriose erzielt werden. Die mit Abstand unumstrittenste Einschränkung bei Endometriosepatientinnen hinsichtlich Fertilität ist die Reduktion der Ovarreserve durch (wiederholte) chirurgische Eingriffe zur operativen Entfernung der Endometrioseherden. Dies legt die vorzeitige Überlegung von fertilitätsprotektiven Maßnahmen, wie die Kryokonservierung von Eizellen nahe. Mit dieser Strategie könnte man einer Schädigung der Eizellen durch das biochemische Milieu im Laufe der Jahre vermeiden, aber noch wesentlicher einer Reduktion der ovariellen Reserve nach Möglichkeit schon vor dem ersten chirurgischen Eingriff entgegenwirken. Somit können Endometriosepatientinnen ohne zeitlichen Druck den Kinderwunsch planen und die Therapien zielgerichtet zur Behandlung der Erkrankungen angewandt werden.

Transparenzinformation: Die Bundesärztekammer und die Bayerische Landesärztekammer fordern auf, mehr Transparenz bei der Förderung von ärztlichen Fortbildungen bzw. CME zu schaffen. Fortbildungsveranstalter sind gehalten, potenzielle Teilnehmer von Fortbildungen darüber zu informieren, in welchem Umfang und zu welchen Bedingungen die (Arzneimittel)industrie die Veranstaltung unterstützt. Dieser Verpflichtung kommen wir nach und informieren Sie hier über die Höhe der Förderung der beteiligten (Arzneimittel)firma sowie über mögliche Interessenkonflikte der Autoren. Diese Fortbildung bzw. CME erhielt für den aktuellen Zertifizierungszeitraum von 12 Monaten eine finanzielle Förderung von: Westermayer Verlag-GmbH mit 300 €.

Interessenkonflikte der Autoren: Bei der Erstellung dieser von der Bayerischen Landesärztekammer zertifizierten Fortbildung bzw. CME bestanden keine Interessenkonflikte im Sinne der Empfehlungen des International Committee of Medical Journal Editors (www.icmje.org). Relevant ist der Zeitraum der letzten zwei Jahre vor Einreichen der Fortbildung bzw. CME durch Mediengruppe Oberfranken – Fachverlage GmbH & Co. KG bei der Bayerischen Landesärztekammer. Diese Angaben erfolgen selbstverantwortlich durch die Autoren.

Wissenschaftliches Lektorat und neutrale Gutachter: Aktualität der medizinischen Inhalte, Produktneutralität und Werbefreiheit dieser Fortbildung bzw. CME wurden im Vorfeld der Zertifizierung bei der Bayerischen Landesärztekammer durch ein wissenschaftliches Lektorat und ein Review mit zwei Gutachtern geprüft.




Autoren

Dr. med. univ. Maximilian Murtinger

Dr. Maximilian Murtinger
NEXTCLINIC
IVF Zentren Prof. Zech – Bregenz GmbH
Römerstr. 2
6900 Bregenz
Tel.: +43 (0) 5574 44836
m.murtinger@ivf.at
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Gültig bis: 31.12.2020
Bearbeitungszeit: 45 Minuten
CME Punkte: 2

 


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