Immunometabolische Depression – ein neues Target für die Präzisionsmedizin in der Psychiatrie?


 

Kategorie:
Neurologie

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Depressive Erkrankungen stellen weltweit eine hohe Krankheitslast dar. Es herrscht ein überraschender Mangel an innovativen Therapieansätzen, obwohl unter den bisherigen Therapien eine vollständige Remission der depressiven Symptome viel zu häufig ausbleibt. Um im Sinne der Präzisionsmedizin individualisierte Behandlungskonzepte zu ermöglichen, sollte eine Einteilung depressiver Erkrankungen in Subgruppen anhand der jeweiligen Pathomechanismen angestrebt werden. Dies stellt jedoch eine große Herausforderung dar und ist noch Inhalt aktuellster Forschungsvorhaben. Eine Subgruppierung im klinischen Alltag ist bisher nur eingeschränkt möglich. Bisherige Forschungsergebnisse deuten auf mehrere möglichen Untergruppen hin: veränderte inflammatorische Parameter, Mikrobiomveränderungen, chronischer Stress, seneszente Leukozyten, metabolisches Syndrom, traumatische Erfahrungen in der Kindheit. Besonders hervorzuheben ist dabei die Rolle eines veränderten Immunsystems. In mehreren klinischen Studien wurde daher auch die Wirkung von immunsystemmodulierenden Medikamenten auf depressive Symptome untersucht. Diese Studien weisen jedoch erhebliche Mängel auf und haben, bis auf die Studien mit Statinen, keine überzeugenden Effektstärken. Um langfristig die Versorgung depressiver Patientinnen und Patienten zu verbessern, sind daher die Grundlagenforschung zur Identifizierung zugrundliegender Pathomechanismen und longitudinale klinische Studien mit großen Fallzahlen zur Beurteilung neuer Therapieansätze unerlässlich. 

Transparenzinformation
Die Bundesärztekammer und die Bayerische Landesärztekammer fordern auf, mehr Transparenz bei der Förderung von ärztlichen Fortbildungen bzw. CME zu schaffen. Fortbildungsveranstalter sind gehalten, potenzielle Teilnehmer von Fortbildungen darüber zu informieren, in welchem Umfang und zu welchen Bedingungen die (Arzneimittel)industrie die Veranstaltung unterstützt. Dieser Verpflichtung kommen wir nach und informieren Sie hier über die Höhe der Förderung der beteiligten (Arzneimittel)firma sowie über mögliche Interessenkonflikte der Autoren. Diese Fortbildung bzw. CME erhielt für den aktuellen Zertifizierungszeitraum von 12 Monaten eine finanzielle Förderung von: Westermayer Verlag-GmbH mit 300 €.
Interessenkonflikte der Autoren: Bei der Erstellung dieser von der Bayerischen Landesärztekammer zertifizierten Fortbildung bzw. CME bestanden keine Interessenkonflikte im Sinne der Empfehlungen des International Committee of Medical Journal Editors (www.icmje.org). Relevant ist der Zeitraum der letzten zwei Jahre vor Einreichen der Fortbildung bzw. CME durch Mediengruppe Oberfranken – Fachverlage GmbH & Co. KG bei der Bayerischen Landesärztekammer. Diese Angaben erfolgen selbstverantwortlich durch die Autoren.
Wissenschaftliches Lektorat und neutrale Gutachter: Aktualität der medizinischen Inhalte, Produktneutralität und Werbefreiheit dieser Fortbildung bzw. CME wurden im Vorfeld der Zertifizierung bei der Bayerischen Landesärztekammer durch ein wissenschaftliches Lektorat und ein Review mit zwei Gutachtern geprüft.




Autoren

Dr. med. Mareike Aichholzer

Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie
Universitätsklinikum Frankfurt – Goethe Universität
Heinrich-Hoffmann-Str. 10
60528 Frankfurt am Main
mareike.aichholzer@kgu.de
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Zertifizierung

Gültig bis: 05.05.2022
Bearbeitungszeit: 45 Minuten
CME Punkte: 2

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