Prof. Dr. Thomas Danne

Prof. Dr. Thomas Danne

AUF DER BULT, Kinder- und Jugendkrankenhaus Email: danne@hka.de

Prof. Dr. Thomas Danne ist Chefarzt am Kinderkrankenhaus auf der Bult in Hannover und leitet dort gemeinsam mit Prof. Kordonouri die Abteilung für Allgemeine Pädiatrie mit Schwerpunkt Kinderendokrinologie und –diabetologie und Klinische Forschung. Zu ihr gehört das größte Zentrum für Kinder und Jugendliche mit Diabetes seiner Art in Deutschland. Er ist Hochschullehrer der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), Chefredakteur der Zeitschrift „Diabetes-Eltern-Journal“ leitet das Europäische Referenznetzwerk für seltene Störungen der Insulin- und Glukosehomöostase und das weltweite Diabetesnetzwerk SWEET (www.sweet-project.org). Er war Präsident der Deutschen Diabetes Gesellschaft (www.ddg.info) und Präsident der Internationalen Kinderdiabetesgesellschaft ISPAD (www.ispad.org). Seine Ausbildung begann Danne im Kaiserin Auguste Viktoria Haus der Freien Universität Berlin, wechselte dann als Research Fellow zum Joslin Diabetes Center der Harvard Medical School in Boston, U.S.A. und arbeitete vor seinem Wechsel nach Hannover als Oberarzt an der Charité Kinderklinik der Humboldt Universität in Berlin. Seine wissenschaftlichen Interessen sind alle Aspekte des Diabetes bei Kindern und Jugendlichen mit besonderem Schwerpunkt auf neue medikamentöse Therapien, Insulinpumpen und die „künstliche Bauchspeicheldrüse“. Er publizierte über 200 wissenschaftliche Artikel, Lehrbuchbeiträge und Bücher.

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Moderne Therapieansätze in der Kinderdiabetologie – heute/künftig

Mögliche CME-Punkte: 4
Zertifizierende Stelle: BLÄK
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Die grundlegenden Prinzipien der intensivierten Insulintherapie nach dem Basis-Bolus-Prinzip mit Injektions- oder Pumpentherapie haben sich in der Kinderdiabetologie durchgesetzt. Technologische Neuentwicklungen, wie die kontinuierliche Glukosemessung (CGM) und sensorunterstützte Pumpentherapie (SuP), haben bei Kindern und Jugendlichen mit Typ-1-Diabetes wegen der alterstypischen Stoffwechselschwankungen eine besondere Bedeutung. Die Bestimmung der Zeit-im-Zielbereich (TIR) mittels CGM ist ein wichtiger Parameter zur Beschreibung der Stabilität der aktuellen Glukoseeinstellung und liefert wichtige patientenrelevante Zusatzinformationen als Grundlage für Therapieentscheidungen, die im HbA1c-Wert als Parameter der Langzeiteinstellung nicht oder nur unzureichend abgebildet sind. Die sich noch in der Forschung befindlichen sogenannten Closed-Loop-Systeme bieten insbesondere in der Nacht einen Vorteil gegenüber der reinen SuP durch eine vermehrte TIR und ein geringeres Ausmaß an Unterzuckerungen. Aktuell droht die Realität hier die regulatorischen Prozesse zu überholen, da immer mehr Patienten die über soziale Medien verbreiteten »do-it-yourself« Closed-Loop-Systeme nutzen, die zwar keinerlei normativen Qualitätssicherungsprozessen unterliegen, durch direkte Nutzung aber wie eine primäre Post-Marketing-Untersuchung gesehen werden können. In Zukunft könnte eine orale Zusatztherapie mit sogenannten SGLT-Hemmern das therapeutische Spektrum in der Behandlung des Typ-1-Diabetes erweitern.

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