Prof. Dr. med. Reinhart Schüppel

Prof. Dr. med. Reinhart Schüppel

Eichertweg 37 93437 Furth im Wald reinhart.schueppel@fachklinik-furth.de

Studium der Humanmedizin an der Ludwig-Maximilians-Universität München sowie der Betriebswirtschaftslehre an der Friedrich-Alexander Universität Nürnberg. Facharztausbildung und Erwerb von Zusatzbezeichnungen an Universitätsklinika, öffentlichen und privaten Akut- und Reha-Kliniken. Forschung und Lehre an der LMU München, den Universitäten Ulm und Regensburg, der SRH Fern-Hochschule Riedlingen, der TH Deggendorf und an psychotherapeutischen Ausbildungsinstituten. Schwerpunkte: Psychosomatik, Somatopsychologie, Suchterkrankungen, Sozialmedizin sowie betriebliches und kommunales Gesundheitsmanagement.

Fortbildungen des Autors

Hier finden Sie die aktuellen Fortbildungen des Autors.

Impuls – Exzess – Abhängigkeit: Verhaltenssüchte in der Praxis

Mögliche CME-Punkte: 2
Zertifizierende Stelle: Bayerische Landesärztekammer
Mit freundlicher Unterstützung von neuro aktuell
Gesponsert von Westermayer Verlags-GmbH; Betrag: € 300,-
Weiterempfehlen


Verhaltenssüchte werden zunehmend beachtet und beforscht. Pathologisches Glückspiel und süchtiges Online-Rollenspielen sind nach ICD-11 in Zukunft als Abhängigkeitserkrankungen zu klassifizieren. Tatsächlich lässt sich ein „süchtiges Syndrom“ beschreiben, das substanzgebundene wie auch verhaltensdefinierte Störungen umfasst. Allen gemeinsam ist der Zyklus aus intensiver gedanklicher Beschäftigung mit dem Verhalten oder Konsum, der Intoxikation bzw. dem Exzess und Entzugserscheinungen, deren Heftigkeit den Kreislauf erneut startet. Goldstandard in der Diagnostik von Verhaltenssüchten ist die exakte Erhebung und Analyse von Symptomatik und Verhalten. Zugleich wird dadurch die Etablierung einer therapeutischen Beziehung eröffnet. Fragebögen können die genaue Zuordnung und die Einschätzung des Ausmaßes der Abhängigkeit erleichtern. Die Interventionen werden daran angepasst geplant und durchgeführt. Sie reichen vom entlastenden Gespräch und der Beratung über Kurzinterventionen bis zur Vermittlung in störungsspezifische Hilfesysteme. Die pharmakologische Behandlung ist auf Einzelfälle bzw. komorbide Störungen begrenzt. Umgekehrt muss bei Verhaltensexzessen immer an eine iatrogene Auslösung im Rahmen dopaminerger Medikation gedacht werden. Bei Kauf-, Sport-, Arbeits-, und Esssucht ist die klassifikatorische Zuordnung noch Gegenstand wissenschaftlicher Diskussion. Hilfe benötigen die Betroffenen aber auf jeden Fall unabhängig davon.

Registrierung

Registrieren Sie sich jetzt
in wenigen Schritten!

Jetzt registrieren!

Login für Fachkreise

Um Fortbildungen bearbeiten zu können, müssen Sie sich einloggen.

Bayerische Landesärztekammer Logo