Priv.-Doz.Dr. Friedrich Ebinger

Priv.-Doz.Dr. Friedrich Ebinger

Klinik für Kinder- und Jugendmedizin St. Louise St. Vincenz-KrankenhausGmbH Husener Str. 81 33098 Paderborn f.ebinger@vincenz.de

Privatdozent Dr. Friedrich Ebinger studierte in Tübingen und Berlin Medizin und Soziologie. Nach mehrjähriger Tätigkeit in der Physiologie folgten pädiatrische Stationen an den Universitätskliniken in Hamburg-Eppendorf, Mainz und Heidelberg. Dort habilitierte er sich über die Funktion des Hirnstamms bei juveniler Migräne. Seit 2011 ist er Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin St. Louise am St. Vincenz-Krankenhaus in Paderborn.

Fortbildungen des Autors

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Kopfschmerzen bei Kindern und Jugendlichen

Mögliche CME-Punkte: 2
Zertifizierende Stelle: Bayerische Landesärztekammer
Mit freundlicher Unterstützung von neuro aktuell
Gesponsert von Westermayer Verlags-GmbH; Betrag: € 300,-
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Primäre Kopfschmerzen wie Migräne oder Kopfschmerz vom Spannungstyp beginnen oft im Kindesund Jugendalter und sind ein häufiger Vorstellungsgrund beim Pädiater. Dort sind solche primären Kopfschmerzen von sekundären Kopfschmerzen, d. h. solchen mit einer zugrundeliegenden Erkrankung, zu differenzieren. Im Falle primärer Kopfschmerzen sind diese möglichst näher einzuordnen und ggf. Risikofaktoren zu ermitteln. Die primäre Diagnostik besteht aus genauer Anamnese in Kenntnis des typischen Bildes primärer Kopfschmerzen, gründlicher körperlicher Untersuchung sowie einer ophthalmologischen Vorstellung. Nur wenn sich in dieser Primärdiagnostik Auffälligkeiten, insbesondere Red Flags für sekundäre Kopfschmerzen finden, sind weitere Untersuchungen angezeigt. Kopfschmerzen vom Spannungstyp benötigen meist keine medikamentöse Analgesie. Migräneattacken müssen dagegen i. d. R. frühzeitig mit einem ausreichend hoch dosierten Analgetikum (1. Wahl Ibuprofen) und/oder einem Triptan behandelt werden. In der Prophylaxe stehen dagegen verhaltensmedizinische Maßnahmen (Entspannungstechniken, Tagesstrukturierung, Ausgleichssport etc.) im Vordergrund. Eine medikamentöse Migräneprophylaxe ist nur selten indiziert. 

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