Dr. med. Dipl. Sportwiss. Jonas Zacher

Dr. med. Dipl. Sportwiss. Jonas Zacher

j.zacher@dshs-koeln.de

2003 – 2006 Studium der Sportwissenschaften, Deutsche Sporthochschule Köln Diplom der Sportwissenschaften

Diplomarbeit: Die Rolle von β-Parvin in der trainingsinduzierten Plastizität im Mäuseskelettmuskel

2007 – 2013 Studium der Medizin, Universität zu Köln und Aix-Marseille Université

2012 – 2013 Praktisches Jahr: Spital Zweisimmen, Schweiz; Groote-Schuur-Hospital, Kapstadt, Südafrika; Krankenhaus Porz am Rhein; Universitätsklinik Köln

2013 Staatsexamen & Approbation

2014 Promotion zum Doktor der Medizin (Dr. med.)

2014 – 2018 Assistenzarzt der Kardiologie, Elektrophysiologie und Rhythmologie, Krankenhaus Porz am Rhein

2018 – heute Weiterbildung Kardiologie, Kardiozentrum Köln

2018 – heute Deutsche Sporthochschule Köln, Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin, Stv. Leiter Sportmedizinische Ambulanz

Forschungsschwerpunkte: Sport und kardiovaskuläre Erkrankungen (speziell Vorhofflimmern); kardiovaskuläre Effekte von Leistungssport; Speckle Tracking Echokardiografie


Fortbildungen des Autors

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Sport und Vorhofflimmern: Schutzfaktor, Risikofaktor und Therapeutikum?

Kategorie: Kardiologie
Mögliche CME-Punkte: 2
Zertifizierende Stelle: Bayerische Landesärztekammer
Mit freundlicher Unterstützung von herzmedizin
Gesponsert von Westermayer Verlags-GmbH; Betrag: € 300,-
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Vorhofflimmern ist die häufigste Rhythmusstörung und weist wegen des demografischen Wandels und einer hohen Prävalenz an Risikofaktoren stetig steigende Fallzahlen vor. Während medikamentöse (Rhythmus- und Frequenzkontrolle) und interventionelle (Pulmonalvenenisolierung; atriale Ablation mit 3D-Mapping) Therapieregime teils gute Ergebnisse erzielen, erfährt die Lifestyleintervention zunehmend Aufmerksamkeit. Diese beinhaltet körperliches Training, das sowohl präventive und therapeutische Effekte haben, als auch als Risikofaktor fungieren kann. Die entscheidenden Faktoren diesbezüglich scheinen zu sein: Trainingsvolumen und -Intensität, sowie das Geschlecht. Inder Prävention von Vorhofflimmern scheinen Frauen durch sportliche Aktivität ihr Risiko signifikant senken zu können, unabhängig von Trainingsvolumen und Intensität. Für Männer zeichnet sich ein protektiver Effekt bei 1,5 bis 4 Stunden moderaten Ausdauertrainings pro Woche ab. Bei intensiven Belastungen von. 8 Stunden pro Woche deutet sich eine Elevation des Vorhofflimmerrisikos an. Athleten als Population mit naturgemäß hohen Trainingsumfängen und-intensitäten – speziell in den Ausdauerdisziplinen – haben ein etwa 5-fach erhöhtes Lebenszeitrisiko, an Vorhofflimmern zu erkranken. In der Therapie von Vorhofflimmern durch Sportinterventionen sind Studien rar. Körperliches Training scheint jedoch die kardiorespiratorische Fitness von Vorhofflimmerpatienten verbessern und die Flimmerlast reduzieren zu können. Diesbezüglich sind weitere Studien nötig. Die Mechanismen der Effekte von Sport auf Vorhofflimmern beinhalten direkte kardiale Effekte wie atriale Dimension und Fibrosierung, sowie Auswirkungen auf die Vorhofflimmer-Risikofaktoren wie Arterielle Hypertonie und Diabetes mellitus. Während bestimmte Trainingsintensitäten und -volumina somit möglicherweise das Vorhofflimmerrisiko dezent steigern, sollte körperliches Training – dessen kardiovaskulären Effekte insgesamt (inklusive Mortalitätsreduktion) hervorragend erforscht sind – sowohl in der Vorhofflimmerprävention als auch -therapie empfohlen und integriert werden. 

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