Dr. med. Mareike Aichholzer

Dr. med. Mareike Aichholzer

Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie Universitätsklinikum Frankfurt – Goethe Universität Heinrich-Hoffmann-Str. 10 60528 Frankfurt am Main mareike.aichholzer@kgu.de

2010-2016 Studium der Humanmedizin an der Julius-Maximilians-Universität in Würzburg. 2020 Promotion zum Dr. med. mit dem Thema „Veränderungen im intestinalen Mikrobiom bei Patienten mit akuter Leukämie im longitudinalen Verlauf“ an der Medizinischen Klinik II der Universitätsklinik Würzburg. Seit 2018 Assistenzärztin und wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie der Universitätsklinik Frankfurt. Mitglied der Arbeitsgruppe Neurometabolic Circuitry mit folgenden Forschungsschwerpunkten: Permeabilität der Blut-Hirn-Schranke bei depressiven Störungen, Modulation von (Belohnungs-) Verhalten und Stimmung durch periphere Signale/Botenstoffe bei Patienten mit affektiven Störungen.

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Immunometabolische Depression – ein neues Target für die Präzisionsmedizin in der Psychiatrie?

Kategorie: Neurologie
Mögliche CME-Punkte: 2
Zertifizierende Stelle: Bayerische Landesärztekammer
Mit freundlicher Unterstützung von neuro aktuell
Gesponsert von Westermayer Verlags-GmbH; Betrag: € 300,-
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Depressive Erkrankungen stellen weltweit eine hohe Krankheitslast dar. Es herrscht ein überraschender Mangel an innovativen Therapieansätzen, obwohl unter den bisherigen Therapien eine vollständige Remission der depressiven Symptome viel zu häufig ausbleibt. Um im Sinne der Präzisionsmedizin individualisierte Behandlungskonzepte zu ermöglichen, sollte eine Einteilung depressiver Erkrankungen in Subgruppen anhand der jeweiligen Pathomechanismen angestrebt werden. Dies stellt jedoch eine große Herausforderung dar und ist noch Inhalt aktuellster Forschungsvorhaben. Eine Subgruppierung im klinischen Alltag ist bisher nur eingeschränkt möglich. Bisherige Forschungsergebnisse deuten auf mehrere möglichen Untergruppen hin: veränderte inflammatorische Parameter, Mikrobiomveränderungen, chronischer Stress, seneszente Leukozyten, metabolisches Syndrom, traumatische Erfahrungen in der Kindheit. Besonders hervorzuheben ist dabei die Rolle eines veränderten Immunsystems. In mehreren klinischen Studien wurde daher auch die Wirkung von immunsystemmodulierenden Medikamenten auf depressive Symptome untersucht. Diese Studien weisen jedoch erhebliche Mängel auf und haben, bis auf die Studien mit Statinen, keine überzeugenden Effektstärken. Um langfristig die Versorgung depressiver Patientinnen und Patienten zu verbessern, sind daher die Grundlagenforschung zur Identifizierung zugrundliegender Pathomechanismen und longitudinale klinische Studien mit großen Fallzahlen zur Beurteilung neuer Therapieansätze unerlässlich. 

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