Dr. med. Tobias Schwarz

Dr. med. Tobias Schwarz

Rheumatologisches Kompetenzzentrum Nordwestdeutschland St. Josef-Stift Klinik für Kinder- und Jugendrheumatologie Westtor 7 48324 Sendenhorst mail@tobias-schwarz.net

Nach dem Studium der Humanmedizin und der Promotion am Institut für Humangenetik der Ludwig-Maximilians-Universität München war Dr. Tobias Schwarz zunächst am Institut für molekulare Infektionsbiologie der Universität Würzburg in der Arbeitsgruppe Infektionsimmunologie tätig. 2009 begann er seine Facharztweiterbildung in Kinder- und Jugendmedizin an der Universitätskinderklinik Würzburg. Seit 2013 arbeitet er am Nordwestdeutschen Rheumazentrum in der Klinik für Kinder- und Jugendrheumatologie des St. Josef-Stiftes Sendenhorst. 2019 erlangte er ergänzend einen Masterabschluss in Gesundheitsökonomie (MHBA) an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

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Rheumatologische Notfälle

Kategorie: Pädiatrie
Mögliche CME-Punkte: 2
Zertifizierende Stelle: Bayerische Landesärztekammer
Mit freundlicher Unterstützung von pädiatrische praxis
Gesponsert von Westermayer Verlags-GmbH; Betrag: € 500,-
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Obwohl es sich bei den entzündlich-rheumatischen Erkrankungen in der Regel um chronische Erkrankungen handelt, kann es vorkommen, dass sich eine noch nicht diagnostizierte Erkrankung aus dem rheumatischen Formenkreis in einer akuten Symptomatik als diagnostischer und therapeutischer Notfall manifestiert. So muss bei anhaltendem oder rezidivierendem Fieber an das Vorliegen einer autoinflammatorischen Erkrankung, beispielsweise einer systemischen juvenilen idiopathischen Arthritis, gedacht werden. Zudem können Kollagenosen wie der systemische Lupus erythematodes oder die Dermatomyositis mit rezidivierendem Fieber einhergehen. Beim Kawasaki-Syndrom stellt Fieber ein obligatorisches Diagnosekriterium dar, aber auch andere Vaskulitiden können mit Fieber assoziiert sein, beispielsweise der Morbus Behçet oder die Granulomatose mit Polyangiitis. Allen diesen Erkrankungen gemeinsam ist ein deutlich reduzierter Allgemeinzustand des Patienten, häufig kommt es zu einem ungewollten Gewichtsverlust oder zu Nachtschweiß. Ebenso kann es bei allen diesen Erkrankungen zu einer kardialen Beteiligung im Sinne einer Peri- oder Myokarditis sowie zu einer pulmonalen Beteiligung im Sinne von Pleuraergüssen oder interstitiellen entzündlichen Veränderungen kommen. Im Falle einer unkontrollierten Krankheitsaktivität kann es als Komplikation der systemischen entzündlich-rheumatischen Erkrankungen zu einem Makrophagenaktivierungssyndrom kommen, welches durch eine massive Inflammation gekennzeichnet ist, die zu einem Multiorganversagen führen kann. Ebenso kann bei Patienten mit einer bereits bekannten Diagnose aus dem rheumatischen Formenkreis eine akute Symptomatik eintreten, welche eine rasche Diagnose und Behandlung erfordert. Eine besondere Herausforderung stellt beispielsweise die Differenzierung eines infektiösen Geschehens bei einem immunsupprimierten Patienten von einem Schub der entzündlich- rheumatischen Erkrankung dar. Aber auch Komplikationen wie thromboembolische Ereignisse im Rahmen eines sekundären Antiphospholipidsyndroms oder Wirbelkörpersinterungen bei vorbekannter chronisch nicht bakterieller Osteomyelitis sollten rasch erkannt und behandelt werden. 

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