Kognitive Verschlechterung nach einem Schlaganfall: was kann dahinterstecken?


 

Kategorie:
Neurologie

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Transparenzinformation:

Die Bundesärztekammer und die Bayerische Landesärztekammer fordern auf, mehr Transparenz bei der Förderung von ärztlichen Fortbildungen bzw. CME zu schaffen. Fortbildungsveranstalter sind gehalten, potenzielle Teilnehmer von Fortbildungen darüber zu informieren, in welchem Umfang und zu welchen Bedingungen die (Arzneimittel-)Industrie die Veranstaltung unterstützt. Dieser Verpflichtung kommen wir nach und informieren Sie hier über die Höhe der Förderung der beteiligten (Arzneimittel-)Firma sowie über mögliche Interessenkonflikte der Autoren.

Diese Fortbildung bzw. CME erhielt für den aktuellen Zertifizierungszeitraum eine finanzielle Förderung von: Westermayer Verlag-GmbH mit 300 €.

Interessenkonflikte des Autors: Bei der Erstellung dieser von der Bayerischen Landesärztekammer zertifizierten Fortbildung bzw. CME bestanden keine Interessenkonflikte im Sinne der Empfehlungen des International Committee of Medical Journal Editors (www.icmje.org). Relevant ist der Zeitraum der letzten zwei Jahre vor Einreichen der Fortbildung bzw. CME durch Mediengruppe Oberfranken – Fachverlage GmbH & Co. KG bei der Bayerischen Landesärztekammer. Diese Angaben erfolgen selbstverantwortlich durch die Autoren. 

Wissenschaftliches Lektorat und neutrale Gutachter: Aktualität der medizinischen Inhalte, Produktneutralität und Werbefreiheit dieser Fortbildung bzw. CME wurden im Vorfeld der Zertifizierung bei der Bayerischen Landesärztekammer durch ein wissenschaftliches Lektorat und ein Review mit zwei Gutachtern geprüft.

Kognitive Störungen nach Schlaganfällen sind häufig und haben negative Auswirkungen auf die Lebensqualität von Patienten und deren Angehörige, trotzdem werden sie oft wenig beachtet. Hirnwerkzeugstörungen wie Aphasie, Apraxie und Neglect sind unmittelbar nach dem Ereignis am deutlichsten ausgeprägt und bilden sich dann bei der Mehrzahl der Patienten über Monate graduell zurück. Fatigue und Depression treten nach Schlaganfällen häufig auf und können zum Beispiel Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit, Aufmerksamkeitsleistungen und Arbeitsgedächtnis stören. Vor allem in der Akutphase sind Schlaganfallpatienten von deliranten Syndromen betroffen, die in erster Linie die Aufmerksamkeitsleistungen beeinträchtigen. Es ist bekannt, dass nach einem durchgemachten Delir das Risiko für eine kognitive Verschlechterung im weiteren Verlauf deutlich erhöht ist. Von einer Demenz nach Schlaganfall wird gesprochen, wenn ein alltagsrelevantes kognitives Defizit innerhalb eines halben Jahres nach dem Ereignis aufgetreten ist. Eine subkortikale ischämische vaskuläre Demenz geht dagegen nicht notwendigerweise auf ein bestimmtes vaskuläres Ereignis zurück, sondern ist an den Nachweis einer zerebralen Mikroangiopathie gebunden. Die Unterscheidung der Erkrankungen und Syndrome, die kognitiver Verschlechterung nach Schlaganfällen zugrunde liegen, kann in der Folge die Auswahl wirksamer therapeutischer und sozial unterstützender Maßnahmen erleichtern.




Autoren

Dr. med. Ignaz Steiger

Dr. med. Ignaz Steiger
Institut für Schlaganfall-und Demenzforschung
LMU München
Schlaganfallpräventionsambulanz,
Feodor-Lynen-Straße 17
81377 München
ignaz.steiger@hotmail.com
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Gültig bis: 16.01.2025
Bearbeitungszeit: 45 Minuten
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