Elektromyostimulation bei Patienten mit Herzschrittmacheraggregaten


 

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Elektromyostimulation (EMS) ist eine Alternative zum traditionellen Training für Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz (CHF).Aufgrund des Mangels an Beweisen für die Sicherheit wurde bisher allgemein davon ausgegangen, dass die Verwendung von EMS bei Patienten mit Herzschrittmacheraggregaten gefährlich ist. Ziel dieser Studie ist es festzustellen, ob EMS bei Patienten mit CHF und Herzschrittmacheraggregaten sicher ist.Diese prospektive Studie umfasst 52 Patienten mit internen Aggregaten, die von 01/2018–11/2018 stationär behandelt wurden. Acht bipolare Aggregate wurden unipolar umprogrammiert und die Testserie erneut durchgeführt. Somit wurden insgesamt 60 Testverläufe aufgenommen, 45 (75 %) mit bipolarer und 15 (25 %) mit unipolarer Konfiguration. Bei keinem der Aggregate kam es zu relevanten Störungen im Sinne einer Schockabgabe, eines Resets oder einer Änderung von programmierten Stimulationsparametern. Elektromagnetische Interferenzen (EMI) wurden bei 20 % aller Protokolle gefunden, wobei diese mit einer Häufigkeit von 4,4 %bei bipolaren Aggregaten vs. 66,7 %bei unipolaren Aggregaten auftraten (p I 0,05). Oversensing war die häufigste EMI (n = 10, 16,7 %) gefolgt von intermediärem Pacing-Verlust bei 7 Aggregaten (11,2%). Ein vereinzelter Exitblock wurde bei einem unipolaren VVI-PM gefunden. Alle EMI waren hämodynamisch nicht nachweisbar und wurden subjektiv nicht bemerkt. Insbesondere kam es zu keinen Schock-Abgaben, keinem Reset oder anderen Veränderungen in der Aggregatkonfiguration. Patienten mit modernen bipolaren Aggregaten können gefahrlos EMS-Sport betreiben. Bei bestehenden Unsicherheiten empfehlen wir die Verwendung eines Puls-Oxymeters und die Beobachtung der Pulswelle des Patienten sowie eine Supervision beim Ersttraining.

Transparenzinformation:Die Bundesärztekammer und die Bayerische Landesärztekammer fordern auf, mehr Transparenz bei der Förderung von ärztlichen Fortbildungen bzw. CME zu schaffen. Fortbildungsveranstalter sind gehalten, potenzielle Teilnehmer von Fortbildungen darüber zu informieren, in welchem Umfang und zu welchen Bedingungen die (Arzneimittel)industrie die Veranstaltung unterstützt. Dieser Verpflichtung kommen wir nach und informieren Sie hier über die Höhe der Förderung der beteiligten (Arzneimittel)firma sowie über mögliche Interessenkonflikte der Autoren. Diese Fortbildung bzw. CME erhielt für den aktuellen Zertifizierungszeitraum von 12 Monaten eine finanzielle Förderung von: Westermayer Verlag-GmbH mit 300 €.

Interessenkonflikte der Autoren: Bei der Erstellung dieser von der Bayerischen Landesärztekammer zertifizierten Fortbildung bzw. CME bestanden keine Interessenkonflikte im Sinne der Empfehlungen des International Committee of Medical Journal Editors (www.icmje.org). Relevant ist der Zeitraum der letzten zwei Jahre vor Einreichen der Fortbildung bzw. CME durch Mediengruppe Oberfranken – Fachverlage GmbH & Co. KG bei der Bayerischen Landesärztekammer. Diese Angaben erfolgen selbstverantwortlich durch die Autoren.

Wissenschaftliches Lektorat und neutrale Gutachter: Aktualität der medizinischen Inhalte, Produktneutralität und Werbefreiheit dieser Fortbildung bzw. CME wurden im Vorfeld der Zertifizierung bei der Bayerischen Landesärztekammer durch ein wissenschaftliches Lektorat und ein Review mit zwei Gutachtern geprüft.




Autoren

Prof. Dr. Dirk Fritzsche

SANA Heart Center Cottbus
Department of Cardiac Surgery 

Leipziger Str. 50 

03048 Cottbus 

Tel.: +49 (0)355 480-1006

Dirk.Fritzsche@Sana.de


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herzmedizin



Zertifizierung

Gültig bis: 31.12.2020
Bearbeitungszeit: 45 Minuten
CME Punkte: 2

 


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