Nachsorge beim Mammakarzinom – Standards und Perspektiven


 

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Die Nachsorgeempfehlungen von Patientinnen mit Mammakarzinom basieren auf der deutschen S3-Leitlinie, sowie den Empfehlungen der AGO und der ASCO. Diese sehen eine Untersuchung in den ersten drei Jahren alle 3 Monate, im Jahr 4 und 5 alle 6 Monate, und danach einmal jährlich vor. Ziel der Nachsorge ist es v.a. ein lokoregionäres Rezidiv, ein kontralaterales Karzinom oder ein Zweitkarzinom frühzeitig zu entdecken. Neben der klinischen Untersuchung ist eine regelmäßige Mammographie einmal jährlich empfohlen. Die Durchführung apparativer Untersuchungen zur Entdeckung von symptomlosen Metastasen zeigte in den vorliegenden Studien keine Verbesserung des Gesamtüberlebens, so dass diese nicht empfohlen werden, ebenso wenig wie die routinemäßige Bestimmung von Tumormarkern. Die Patientin sollte über alle Aspekte der Erkrankung einschließlich gesunder Lebensführung, Familienplanung, Kontrazeption, hormoneller Therapie etc. beraten werden. Die derzeitigen Empfehlungen berücksichtigen allerdings nicht moderne Prognosefaktoren wie den intrinsischen Tumorsubtyp oder Multi-Gen-Analysen. Die Anpassung der Nachsorge an das individuelle Risiko und die Einbeziehung neuer Diagnose- und Therapiemethoden könnte eine wichtige Aufgabe für die Zukunft sein.




Autoren

Christian Schindlbeck

Christian.Schindlbeck@kliniken-sob.de
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Bearbeitungszeit: 60 Minuten
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