Myelodysplastische Syndrome


 

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Nachdem die Myelodysplastischen Syndrome (MDS) noch vor einigen Jahren zu den seltenen hämatologischen Erkrankungen gehörten, stellen sie aktuell in Anbetracht der demographischen Entwicklung und durch die zunehmend verbesserten Diagnostikmöglichkeiten eines der häufigsten hämatologischen Krankheitsbilder dar. Gekennzeichnet ist die Gruppe erworbener klonaler Stammzellerkrankungen durch eine uni- oder multilineäre Zytopenie, Dysplasien der hämatopoetischen Zellen und die Vermehrung von Blasten in fortgeschrittenen Krankheitsstadien. Bei ca. einem Drittel der Patienten wird die Entwicklung einer akuten myeloischen Leukämie (AML) im Verlauf der Erkrankung beobachtet.


Das therapeutische Management stellt dabei weiterhin eine Herausforderung dar. Nach Zulassung der Therapie mit Deferasirox 2006, Azazytidine im Jahr 2008 und Lenalidomid im Jahr 2013 sind zunächst jahrelang keine weiteren Neuzulassungen erfolgt. Erst seit diesem Jahr steht mit Erypo® nun eine weitere zugelassene Therapieoption zur Verfügung. Weitere zielgerichtete Therapien werden in Anbetracht der raschen Entwicklung im molekulargenetischen Bereich zukünftig erwartet. Eine Heilung kann momentan weiterhin nur mit einer allogenen Stammzelltransplantation erreicht werden.




Autoren

Prof. Dr. med. Uwe Platzbecker

Prof. Dr. med. Uwe Platzbecker
Facharzt für Innere Medizin, Hämatologie
und Onkologie
Bereichsleiter Hämatologie am
Universitätsklinikum Dresden
Fetscherstr.74
01307 Dresden
E-Mail: Uwe.Platzbecker@uniklinikum-dresden.de
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