Sport und Vorhofflimmern: Schutzfaktor, Risikofaktor und Therapeutikum?


 

Kategorie:
Kardiologie

Gesponsert von:


 
Weiterempfehlen

Vorhofflimmern ist die häufigste Rhythmusstörung und weist wegen des demografischen Wandels und einer hohen Prävalenz an Risikofaktoren stetig steigende Fallzahlen vor. Während medikamentöse (Rhythmus- und Frequenzkontrolle) und interventionelle (Pulmonalvenenisolierung; atriale Ablation mit 3D-Mapping) Therapieregime teils gute Ergebnisse erzielen, erfährt die Lifestyleintervention zunehmend Aufmerksamkeit. Diese beinhaltet körperliches Training, das sowohl präventive und therapeutische Effekte haben, als auch als Risikofaktor fungieren kann. Die entscheidenden Faktoren diesbezüglich scheinen zu sein: Trainingsvolumen und -Intensität, sowie das Geschlecht. Inder Prävention von Vorhofflimmern scheinen Frauen durch sportliche Aktivität ihr Risiko signifikant senken zu können, unabhängig von Trainingsvolumen und Intensität. Für Männer zeichnet sich ein protektiver Effekt bei 1,5 bis 4 Stunden moderaten Ausdauertrainings pro Woche ab. Bei intensiven Belastungen von. 8 Stunden pro Woche deutet sich eine Elevation des Vorhofflimmerrisikos an. Athleten als Population mit naturgemäß hohen Trainingsumfängen und-intensitäten – speziell in den Ausdauerdisziplinen – haben ein etwa 5-fach erhöhtes Lebenszeitrisiko, an Vorhofflimmern zu erkranken. In der Therapie von Vorhofflimmern durch Sportinterventionen sind Studien rar. Körperliches Training scheint jedoch die kardiorespiratorische Fitness von Vorhofflimmerpatienten verbessern und die Flimmerlast reduzieren zu können. Diesbezüglich sind weitere Studien nötig. Die Mechanismen der Effekte von Sport auf Vorhofflimmern beinhalten direkte kardiale Effekte wie atriale Dimension und Fibrosierung, sowie Auswirkungen auf die Vorhofflimmer-Risikofaktoren wie Arterielle Hypertonie und Diabetes mellitus. Während bestimmte Trainingsintensitäten und -volumina somit möglicherweise das Vorhofflimmerrisiko dezent steigern, sollte körperliches Training – dessen kardiovaskulären Effekte insgesamt (inklusive Mortalitätsreduktion) hervorragend erforscht sind – sowohl in der Vorhofflimmerprävention als auch -therapie empfohlen und integriert werden. 

Transparenzinformation:

Die Bundesärztekammer und die Bayerische Landesärztekammer fordern auf, mehr Transparenz bei der Förderung von ärztlichen Fortbildungen bzw. CME zu schaffen. Fortbildungsveranstalter sind gehalten, potenzielle Teilnehmer von Fortbildungen darüber zu informieren, in welchem Umfang und zu welchen Bedingungen die (Arzneimittel-)Industrie die Veranstaltung unterstützt. Dieser Verpflichtung kommen wir nach und informieren Sie hier über die Höhe der Förderung der beteiligten (Arzneimittel-)Firma sowie über mögliche Interessenkonflikte der Autoren.

Diese Fortbildung bzw. CME erhielt für den aktuellen Zertifizierungszeitraum eine finanzielle Förderung von: Westermayer Verlag-GmbH mit 300 €.

Interessenkonflikte des Autors: Bei der Erstellung dieser von der Bayerischen Landesärztekammer zertifizierten Fortbildung bzw. CME bestanden keine Interessenkonflikte im Sinne der Empfehlungen des International Committee of Medical Journal Editors (www.icmje.org). Relevant ist der Zeitraum der letzten zwei Jahre vor Einreichen der Fortbildung bzw. CME durch Mediengruppe Oberfranken – Fachverlage GmbH & Co. KG bei der Bayerischen Landesärztekammer. Diese Angaben erfolgen selbstverantwortlich durch die Autoren.

Wissenschaftliches Lektorat und neutrale Gutachter: Aktualität der medizinischen Inhalte, Produktneutralität und Werbefreiheit dieser Fortbildung bzw. CME wurden im Vorfeld der Zertifizierung bei der Bayerischen Landesärztekammer durch ein wissenschaftliches Lektorat und ein Review mit zwei Gutachtern geprüft.




Autoren

Dr. med. Dipl. Sportwiss. Jonas Zacher

j.zacher@dshs-koeln.de
mehr

 

herzmedizin



Zertifizierung

Gültig bis: 23.03.2022
Bearbeitungszeit: 45 Minuten
CME Punkte: 2

Zurück

Registrierung

Registrieren Sie sich jetzt
in wenigen Schritten!

Jetzt registrieren!

Login für Fachkreise

Um Fortbildungen bearbeiten zu können, müssen Sie sich einloggen.